37. Ornithologischer Jahresbericht des Arbeitskreises Offenbach

Der Arbeitskreis Offenbach der HGON hat seinen 37. Ornithologischen Jahresbericht veröffentlicht, der wieder gemeinsam mit dem NABU Kreisverband Offenbach herausgegeben wurde.

Wahrscheinlich auch aufgrund der Einschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie hat die Zahl der Vogelbeobachter*innen zugenommen. So wurden aus dem Jahr 2020 28.000 Beobachtungen und damit gegenüber dem Vorjahr 3.500 mehr gemeldet. Die Angaben von 180 Personen betreffen 196 Vogelarten, zudem 15 Gefangenschaftsflüchtlinge und Hybriden. Mara Greve, Alexander Zaigler, Rudolf Kulig und Peter Erlemann haben die Daten für den Sammelbericht 2020 ausgewertet und zusammengefasst.

Einige bemerkenswerte Beobachtungen sind im Jahr 2020 geglückt. Die erste Brut vom Orpheusspötter im Kreis wurde festgestellt, von Wachtelkönig und Wiedehopf gelangen Nachweise in der Brutzeit. Erfolgreich gebrütet haben Zwergdommel und Rohrweihe, und der Weißstorch hat sich im Kreis weiter etabliert: Vier Brutpaare brachten sieben Junge zum Ausfliegen.

Erfreulich sind die gezielten Erfassungen der Mehlschwalbenvorkommen in den Kommunen Dietzenbach, Heusenstamm und Rembrücken (Rudolf Keil) sowie in Ober-Roden und Urberach (Sven Burger, Rüdiger Werner).

In Obertshausen hat sich Ralf Schwab mit dem Girlitz befasst und die Reviere ermittelt.

Es gab aber auch negative Feststellungen. So sieht es für die Turteltaube weiter sehr traurig aus. Lediglich sechs Beobachtungen in zwei Gebieten sprechen eine deutliche Sprache, wie es bei uns um die Art bestellt ist! Keine Brut gab es vom Kiebitz und auch nicht vom Schwarzhalstaucher.

Unter den Gastvögeln und Durchzüglern waren mehrere Arten, die sich teilweise als Magnete für Beobachter, auch aus dem weiteren Umfeld, erwiesen. Zu nennen sind acht Samtenten, die von Januar bis März gerastet haben, und im Dezember waren es gleich drei Sterntaucher, bis zu sechs Rothalstaucher und vier Bergenten, die gleichzeitig auf dem Langener Waldsee verweilten.

Weitere für unser Gebiet nicht alltägliche Arten waren drei Schwarzkopfmöwen im April, eine Weißbart-Seeschwalbe und ein Sanderling spät im Mai. So bestand ein doch reges und interessantes Geschehen, an dem sich zahlreiche Beobachter erfreuen konnten.

Neben dem Sammelbericht werden die Ergebnisse der Wasservogelzählungen dargestellt, Rudolf Lehmann hat mit seinen Helfern auch im Jahr 2020 die Bestandserfassungen der drei Schwalbenarten in Langen, Egelsbach und Dreieich vorgenommen

Ein  Beitrag über Grabwespen von Wolfgang Ott, eine Vogelbeobachtung der besonderen Art von Mara und Wilfried Greve sowie Persönliches vervollständigen den Inhalt des 192 Seiten umfassenden 37. Bandes.

Der Jahresbericht kann zum Preis von 12.50 Euro incl. Versand bezogen werden bei Peter Erlemann, E-Mail hgon-ak-offenbach@web.de.

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