Eine Zwergdommel ziert den 36. Ornithologischen Jahresbericht

Der Arbeitskreis Offenbach hat den 36. Ornithologischen Jahresbericht inzwischen zum sechsten Mal gemeinsam mit dem NABU Kreisverband Offenbach herausgegeben. Interessenten können den Jahresbericht für 12,50 Euro inkl. Versand anfordern per E-Mail über hgon-ak-offenbach@web.de oder telefonisch unter 06104-72472.

Unterstützt wurde der Druck des 176 Seiten umfassenden Berichtes dankenswerterweise vom Kreis Offenbach sowie den Städten Offenbach, Neu-Isenburg und Obertshausen.

Den Schwerpunkt des Inhalts bildet der Sammelbericht, für den rund 24.000 Beobachtungs-daten über 196 Vogelarten im Jahr 2019 ausgewertet wurden. Es zeigte sich, dass das Geschehen in der Vogelwelt in Stadt und Kreis Offenbach eher wenig spektakulär war. Bemerkenswert ist, dass ein Kiebitzpaar an seinem letzten Brutgebiet weiter festhält und erfolgreich gebrütet hat. Auch erfolgreiche Bruten der Rohrweihe und vom Rotmilan ragen aus dem Geschehen heraus, ebenso vermehrte Beobachtungen von Wachteln.

Der Weißstorch war erneut mit drei Brutpaaren vertreten, die acht Jungvögel aufgezogen haben. Zwei von ihnen sind leider verunglückt bzw. verschwunden. Ein weiterer Brutversuch ist durch ungünstige Witterungseinflüsse gescheitert. Das Highlight unter den Brutvögeln waren zwei Bruten der Zwergdommel.

Über die Bestandsaufnahme der Brutvögel im NSG Rumpenheimer und Bürgeler Kiesgruben berichtet Joshua Mader, und Wolfgang Ott stellt die von ihm an zwei Angelgewässern angetroffenen Libellenarten vor. Zudem werden die Ergebnisse der Wasservogelzählungen dargestellt und last but not least das Resultat der Feldlerchenkartierung im Jahr 2019 im Kreisgebiet.

Demgegenüber hat erneut kein Brutversuch vom Schwarzhalstaucher stattgefunden, und von der Turteltaube wurde nur eine Beobachtung gemeldet. Diese Art ist sehr wahrscheinlich die nächste, die schon bald in unserem Gebiet ausgestorben sein wird.

Unter den Arten, die gerastet haben oder durchgezogen sind, gab es die eine oder andere Besonderheit, so ein Uhu im Januar, eine Schwarzkopfmöwe und mehrere Bienenfresser im April, ein Ortolan im Mai und ein Austernfischer im Oktober.

Neben dem Sammelbericht gibt es weitere Beiträge:

Rudolf Lehmann und seine Helfer haben die Bestandserfassungen der drei Schwalbenarten in Langen, Egelsbach und Dreieich bereits im 10. Jahr fortgeführt und die Ergebnisse zusammengefasst.